Stellenmarkt

Ich war super aufgeregt, als ich meine erste Anfrage an einen Stall abgeschickt hatte. Eine leise pessimistische Stimme in meinem Kopf hat schon den Teufel an die Wand gemalt und mir gesagt, dass die Anzeigen sowieso veraltet sind und sich niemand zurückmelden wird. Doch ich lasse meist nichts unversucht, wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe und wollte auch noch diesen Schritt in Richtung Ausland gehen, bevor ich der Stimme Recht gebe und meinen Traum vom Ausland aufgebe. Und was soll ich sagen… Das hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Bei dem Stellenmarkt konnten die Ställe sich kurz vorstellen und erklären wonach sie suchen. Ich habe viele tolle Ställe von Andalusien über Mallorca bis Teneriffa gesehen, die mich alle angesprochen haben. An eine kleine Auswahl an Ställen habe ich eine Anfrage geschickt, in der ich mich kurz vorgestellt habe. Schon ein Tag später, und ich konnte es kaum glauben, kamen die ersten Antworten. An diese Ställe konnte ich nun eine Art Bewerbung und an einen, auf Nachfrage, auch Reitvideos senden.

Wenn ihr euch die Videos mal ansehen wollt, scrollt einfach weiter und auch meine Bewerbung findet ihr hier. (Bewerbung folgt)

Geländeritt mit Johnny

In der Halle mit Miro

Bodenarbeit mit Johnny

Bodenarbeit mit Miro

So lange, wie der Weg bis hier hin gedauert hat, umso schneller gingen die letzten Schritte von der Anfrage bis zur Zusage. Nach einem Tag kamen also zwei Zusagen von meinen Favoriten! Ich habe mit beiden etwas geschrieben und mir durch den Kopf gehen lassen, wo ich meine drei Monate (das war der Zeitraum, für den die Ställe eine Praktikantin gesucht haben) in Spanien verbringen möchte. Die Entscheidung viel mir wirklich nicht leicht, aber ich bin mit ihr jetzt sehr happy. Ich habe mich also für einen Stall in Andalusien entschieden. Schnell war der Vertrag unterschrieben und einige Fragen beantwortet.

Fragen über Fragen

Für ein Praktikum oder ein Au Pair ist es im Vorhinein wichtig, einige Fragen zu klären. Zum Beispiel solltet ihr euch über die Anreise informieren. Also, ob ihr den Flug bezahlen müsst und wie ihr vom Flughafen zu eurer Praktikumsstelle bzw. Familie kommt. Ich habe mich selbst um den Flug gekümmert und ihn auch bezahlt. Vom Flughafen aus werde ich noch ca. eine halbe Stunde mit dem Zug zu einem Bahnhof fahren, an dem ich dann abgeholt werde. Die Abreise wird ähnlich verlaufen, sodass ich wieder zum Bahnhof gebracht werde und dann nach Hause fliege. Auch diese Kosten werde ich übernehmen.

Vor Ort werde ich mich selbst um das Waschen, Einkaufen und Kochen kümmern. Dafür werde ich ein vorgegebenes Budget bekommen. Taschengeld können sie mir keins bezahlen. Auf dem Hof werde ich in einem kleinen „Praktikantenhaus“ wohnen. Es ist also wichtig sich über Kost und Logie zu informieren. Meistens ist es aber so, dass man bei der Familie wohnt und isst bzw. wie in meinem Fall, Geld für das Essen bekommt, welches man sich selbst zubereitet. Ich finde es sehr schön, dass ich in einem „eigenen“ kleines Haus wohnen darf. So kann ich mich für ein paar Stunden an dem ein oder anderen Abend auch mal zurückziehen.

Besprecht vorher mit der Praktikumsstelle bzw. mit der Familie welche Aufgaben ihr übernehmen müsst, um nicht unvorbereitet zu sein oder Aufgaben erledigen zu müssen, zu denen ihr vielleicht (zum Beispiel körperlich) nicht in der Lage seid. Auch nach einem freien Tag, sollte man sich erkunden. Auf dem Hof werden die ersten zwei Wochen Probewochen für mich sein. Anschließend wird dann entschieden, ob ich weiter als Praktikantin arbeiten darf oder als Volunteer arbeite.

Ich hoffe, dass ich weiter als Praktikantin arbeiten werde, denn da habe ich auch viel Kontakt zu den Pferden. Das bedeutet dann neben misten, füttern, Ordnung halten etc. darf ich mit den Pferden arbeiten. Dabei erhoffe ich mir viel lernen zu können, was ich auch später in das Training und in die Zusammenarbeit mit unseren Pferde einbauen kann. Die Pferde auf dem Hof werden gebisslos geritten und neben dem berittenen Bogenschießen, werden die Pferde auch am Boden und in der Freiarbeit trainiert. Ich würde sagen, dass die Art des Umgangs mit den Pferden, der Unserer gleicht und ich durch die Erfahrung der Besitzer des Hofes viel für mich und unsere Pferde mitnehmen kann. Insgesamt arbeite ich 6 Tage die Woche a 8 Stunden. Einen Tag habe ich frei. Mal sehen, ob ich ihn nutzen kann, um mir etwas von der Umgebung anzuschauen oder ob ich von den vielen Erlebnissen auf dem Hof zu überwältigt und geplättet bin, um mich noch aufzuraffen :P.

Weiteres zum Hof wird es geben, wenn ich dort bin. Aber so viel sei schonmal verraten, der Hof, von dem ich die ganze Zeit spreche… Ist der hier: Andalucia Spirit – Horse Ranch

Schaut mal vorbei!

Dann sind vielleicht noch so Kleinigkeiten zu klären wie, brauche ich Bettwäsche, Trockentücher, Handtücher? etc., denn man wird sich sicher freuen, wenn der Koffer am Flughafen nicht 5 Kilo zu schwer ist.

Weitere spezifische Fragen ergeben sich aus der Art des Praktikums bzw. des Au Pairs. So habe ich noch nachgefragt, ob mir ein Fahrrad oder Mofa etc. zur Verfügung steht, mit dem ich den Ort erkunden kann. Oder ob ich schon vorher ein „reiterliches Vokabular“ in den Sprachen, die dort gesprochen werden, lernen sollte.

Was vielleicht auch noch gut zu wissen ist, ist wie man sich gegenseitig anspricht. Ich habe mit den Besitzern schon viel Kontakt per Mail gehabt und da haben wir uns immer geduzt. Damit es nicht zu unangenehmen Situationen kommt, sollte dies im Vorhinein klar sein.

Wenn ihr schon einmal im Ausland ein Praktikum oder Au Pair gemacht habt und ihr habt noch Tipps für mich oder Fragen, die ich mir noch stellen sollte habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich über euere Unterstützung!!

Zur Zeit stecke ich mitten in den Vorbereitungen für meine große Reise. Wenn du wissen willst, wie es dort gerade aussieht, klicke hier

0 comments on “StellenmarktAdd yours →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*