Auf geht´s

Die Nacht vor meinem Flug habe ich tatsächliche nur 2 Stunden geschlafen. Das lag zum Einem an der Aufregung und zum anderen daran, dass wir schon um 3 Uhr in der Nacht aufgestanden sind. Es hat sich fast wie ein Turniertag angefühlt, an dem man früh aufstehen muss, zum Stall fährt, das Pferd auf den Hänger lädt und ca. 2 Stunden zum Turnier fährt.

Mein Flieger ging also um 9.15 Uhr und da wir noch nach Frankfurt fahren mussten, haben wir dann um 5.00 Uhr die Koffer ins Auto geladen und sind losgefahren. Das war eine sehr schöne fahrt, da alles noch dunkel und still war. Die letzte Stunde habe ich dann einfach geschlafen und so ging die Fahrt auch schnell rum. Kurz vor dem Flughafen bin ich aufgewacht und hatte dann nur noch wenige Minuten, um mich von meinen Eltern und Angy zu verabschieden. Der Abschied viel vielleicht nicht leicht, jedoch auch nicht so tränenreich wie man es von Flughafenszenen aus Filmen kennt. Wir haben schnell die Koffer ausgeladen, ein Bild mit meiner Einwegkamera gemacht, die mir meine Mannschaft zuvor geschenkt hatte, um all die schönen Momente einzufangen, die ich so in Andalusien erleben werden. Ich denke, dass der Abschied mir auch nicht so schwer gefallen ist, da ich schon oft alleine bzw. ohne meine Eltern geflogen bin und mir gesagt habe, dass ich in drei Monaten ja schon wieder zuhause bin. Bist du schon alleine in ein neues Abenteuer geflogen/gefahren? Teile es gerne in den Kommentaren, das würde mich sehr interessieren! Dann wurde sich noch gedrückt und schon ging ich in die große Eingangshalle des Flughafens. Danach war alle ziemlich unspektakulär. Ich habe nach dem Gate meines Flugzeuges geschaut, meinen Koffer aufgegeben und bin dann Richtung Sicherheitskontrolle gelaufen. Dort musste meine Tasche einer Sprengstoffkontrolle unterzogen werden, da ich vergessen hatte, die Einwegkamera aus dem Rucksack zu holen. Upsi. Ich durfte sie zum Glück behalten.

Der Flug von Frankfurt nach München, wo ich umsteigen musste dauerte nicht ganz eine Stunde. In München musste ich dann zwei Stunden Zeit todschlagen. Und damit nicht genug. Als ich im Flieger saß und der Flieger auf die Startbahn rollte, mussten wir anhalten, da das Flugzeug einen technischen Defekt hatte. Zum Glück ist das noch am Boden aufgefallen und nicht erst in der Luft. Wir wurden dann von diesem Flugzeug in ein anderes gesetzt und konnten mit 1 ½ Stunden Verspätung endlich starten. „Hoffentlich bekomme ich meinen Zug“, habe ich mir nur gedacht. Mit 1 ½ Stunden Verspätung würden wir nämlich um 17.00 Uhr in Jerez landen und mein Zug käme um 17.41 Uhr. Mit Koffer holen und Sicherheitskontrolle wegen Corona, habe ich den Zug schon ohne mich wegfahren sehen. Doch ich hatte Glück und alles ging sehr schnell. Ich stand schlussendlich um 17.36 Uhr total verschwitzt und aus der Puste am Bahnsteig.

Am Bahnhof in San Fernando habe ich auf Thomas gewartet, der mich dort mit dem Auto abgeholt hat. Wir haben die Fahrt viel über die Ranch geredet, wie sie dazu gekommen sind, sie zu kaufen und zu errichten, über die Pferde hier in Spanien und meine daheim. Nachdem wir noch kurz einkaufen und die Christine abgeholt haben, die hier die Kunden bekocht (und das sehr lecker!) und betreut, ist das Auto schon auf den Hof gerollt.

Zuerst ist mir das schöne Gasthaus aufgefallen, welches in einem hellen orange/beige gestrichen ist. Die braune Eingangstür aus Holz, wird von Blumen und wie weißen Säulen umrahmt, die das Vordach stützen. Ich habe direkt die zweite Praktikantin kennengelernt und wir haben uns auf Anhieb gut Verstanden. Wir haben an dem Abend zusammen gekocht und lange geredet. Kurz bevor ich erschöpft ins Bett gefallen bin, habe ich meinen Eltern geschrieben, dass ich gut angekommen bin. Und am nächsten Morgen ging es dann auch schon direkt los…

Die ersten beiden Wochen hier auf dem Hof sind sogenannte Probewochen. Wenn du dich fragts, was ich bis dahin schon alles erlebt habe, klicke hier

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